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23.04.2020

Trauriger Tag des deutschen Bieres - Tag des Deutschen Bieres 2020 ohne Festveranstaltungen – Gastronomie und Brauereien brauchen schnelle Öffnung – Staatlicher Rettungsfonds muss Gastronomie- und Brauereisterben verhindern

Anlässlich des heutigen Tags des Deutschen Bieres fordert der Verband Private Brauereien Deutschland die Bundesregierung und die Bundesländer noch einmal auf, die im Zuge der Corona-Pandemie geschlossene Gastronomie unter Beachtung der notwendigen Hygienemaßnahmen schnellstmöglich schrittweise wieder zu öffnen. „Die mittelständische Brauwirtschaft und ihre Gastronomiepartner stehen wegen des bei ihnen unverändert anhaltenden Shutdowns wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand“, erklärt Roland Demleitner, Geschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Deutschland. Der Absatz von Fassbier und anderen Getränken für die Gastronomie sei bei der mittelständischen Brauwirtschaft quasi auf Null gefallen. Viele Gastronomen und auch kleine Brauereien stünden vor dem wirtschaftlichen Aus, werde der Shutdown in der Gastronomie weiter fortgesetzt.

Der Verband Private Brauereien Deutschland spricht sich deshalb für eine vorsichtige schrittweise, mit Abstands- und Hygieneregelungen flankierte schnelle Öffnung der Gastronomie aus. „Es ist sachlich nicht nachzuvollziehen, warum Einzelhandel und Dienstleister wie Friseure, bei denen sehr enger Kundenkontakt besteht, unter Wahrung von Abstandsregelungen und Einhaltung von Hygienemaßnahmen wieder arbeiten dürfen, der Gastronomie dies aber komplett weiter untersagt wird“, so Geschäftsführer Demleitner. Ein erster Schritt könne z.B. die Öffnung der Außengastronomie und von kleineren Biergärten sein. „Hier können aufgrund von Freiflächen und einer gezielten Platzierung von Tischen die notwendigen Abstandsregeln und hygienischen Schutzmaßnahmen jederzeit eingehalten werden.“

Die gestern Nacht beschlossene befristete Reduzierung des Umsatzsteuersatzes für die Gastronomie sei zwar ein erster Schritt in die richtige Richtung, der aber nicht ausreichend sei. Deshalb erneuert der Verband Private Brauereien Deutschland seine Forderung zur Schaffung eines staatlichen Rettungsfonds für die von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Branchen wie Gastronomie und mittelständische Brauwirtschaft. Die Corona-bedingten Umsatzverluste seien, so Geschäftsführer Roland Demleitner, nicht mehr nachholbar. „Auch die bisherigen finanziellen Hilfsmaßnahmen sind bei unseren Betrieben entweder größtenteils nicht angekommen, weil sie durch das Förderraster fallen, oder aber nicht ausreichend, weil sie nur in Form von neuen Darlehen bestehen, die zurückgezahlt werden müssen und die Verschuldungssituation der Betriebe verschärfen. Unsere Brauereien brauchen deshalb finanzielle staatliche Unterstützung in Form von direkten Zuschüssen, sonst gibt es in Zukunft keine mittelständische Brauereistruktur und auch keine Biervielfalt in Deutschland mehr, um die uns die ganze Welt beneidet.“

Zum ersten Mal seit seinem Bestehen können am heutigen Tag des Deutschen Bieres, der an den Erlass des Reinheitsgebotes für Bier am 23. April 1516 erinnert, aufgrund der Corona-Pandemie keine Festveranstaltungen der deutschen Brauereien durchgeführt werden. Auch alle Brauereifeste oder Bierverkostungen mussten abgesagt werden.

Hintergrund:

Am 31.12.2019 wurden in der Bundesrepublik Deutschland 1.548 Brauereien betrieben. Der Großteil dieser Brauereien sind inhabergeführte kleine und mittelständische Brauereien mit einem regionalen Vertriebsgebiet und regionalen Bierspezialitäten. Rund 95 % aller Braustätten weisen dabei einen Jahresbierausstoß von bis zu 200.000 hl auf.

Der Verband Private Brauereien Deutschland ist die mitgliederstärkste Standesvertretung der deutschen Brauwirtschaft und vertritt rund 800 kleine, mittelständische Brauereien.

Pressekontakt

Stefan Stang
Private Brauereien Bayern e. V.
Thomas-Wimmer-Ring 9
80539 München
Telefon: 089/2909560
Telefax: 089/220179
info@private-brauereien-bayern.de

Roland Demleitner
Private Brauereien Deutschland e. V.
Rheinstrasse 11
65549 Limburg
Telefon (06431) 5 20 48
Telefax (06431) 5 36 12
info@private-brauereien-deutschland.de