Bayerischer Bierorden
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Bayerischer Bierorden
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04.12.2019

Markus Wasmeier mit dem Bayerischen Bierorden der Privaten
Brauereien Bayern ausgezeichnet

Er ist sicherlich der berühmteste Bürger von Schliersee. Der Doppel-Olympiasieger von Lillehammer 1994 ist auch international eine Ski-Legende. Nicht ganz so bekannt ist, was der 56jährige Markus Wasmeier nach seiner phänomenalen Karriere unternommen hat. Im Mai 2007 eröffnete der gelernte Restaurator das nach ihm benannte Freilichtmuseum in seinem Heimatort. Mehr als 20 historische Gebäude hat Wasmeier inzwischen dort aufgebaut, darunter eine historische Schöpfbrauerei neben dem Wirtshaus „Zum Wofen“, wo das Bier wie vor 300 Jahren gebraut wird. Das Bier wird nicht filtriert, sondern viele Wochen gelagert. Die Maische wird von einem Bottich in den anderen umgefüllt („geschöpft“) und der Sud mit offenem Feuer erhitzt. „Wir sind sicherlich eine der letzten Brauereien, die dieses alte Handwerk noch pflegt“, weiß Wasmeier, der sich das Bierbrauen selbst beigebracht hat und heute kundig die authentischen Anlagen vorführt.

Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, war bei einem Besuch des Museumsdorfes so beeindruckt von Wasmeiers Engagement, dass bei ihm die Idee entstand, Markus Wasmeier für den Bayerischen Bierorden 2019 vorzuschlagen. „Ich wünschte mir, dass alle Brauer mit so viel Herzblut unterwegs wären wie Markus Wasmeier, der für mich ein wahrer Bier-Botschafter ist.“

Seit 1979 verleihen die Privaten Brauereien Bayern, der mitgliederstärkste Verband der deutschen Brauwirtschaft, im Rahmen der BrauBeviale (Nürnberg) den Bayerischen Bierorden. Ausgezeichnet werden damit Menschen, die sich um die Bierkultur besonders verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Bierordensträgern zählen namhafte, bieraffine Politiker von Strauß bis Seehofer, Brauer wie Dr. Sebastian Priller (Brauhaus Riegele) oder Unternehmer wie Volker Kronseder (Krones AG).

In diesem Jahr erhalten den Bayerischen Bierorden folgende Persönlichkeiten: Gottfried Härle, Brauereibesitzer in Leutkirch, Roland Rauh, Inhaber der Firma Rauh Getränkeverschlüsse im oberfränkischen Küps und eben Markus Wasmeier.

Bei der Verleihung des Bayerischen Bierordens im „Wirtshaus zum Wofen“ in Schliersee durch Georg Rittmayer, Präsident der Privaten Brauereien Bayern, zeigte sich Markus Wasmeier hocherfreut: „Diese Auszeichnung ist für mich „Nebenerwerbsbrauer“ schon eine ganz besondere Ehre und ermutigt mich, diese sehr aufwändige Bierherstellung fortzuführen – zur Freude der Besucher unseres Freilichtmuseums.“

Denn außerhalb des Museumsdorfes ist das Wasmeier-Bier kaum anzutreffen: Es wird selbstverständlich nicht pasteurisiert und ist deshalb am besten frisch zu genießen.

von links: Georg Rittmayer (Präsident der Privaten Brauereien Bayern e.V.), Markus Wasmeier, Stefan Stang (Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern e.V.)
von links: Georg Rittmayer (Präsident der Privaten Brauereien Bayern e.V.), Markus Wasmeier, Stefan Stang (Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern e.V.)

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