Alkoholpolitik
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Alkoholpolitik
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Mythos: "Jeder Schluck Bier ist ein Risiko für die Gesundheit"

FALSCH!

RICHTIG:

Wie bei allem was wir tun, zu uns nehmen oder womit wir uns beschäftigen, gilt nach Paracelsus: Allein die Dosis macht das Gift. Bier in Maßen getrunken ist ein Genuss und hat nach zahlreichen wissenschaftlichen Studien unbestrittene gesundheitlich positive Auswirkungen.

In der modernen Medizin besteht kein Zweifel, dass sich mäßiger Biergenuss positiv auswirkt bei Stress (Förderung der Entschleunigung) oder bei kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzkrankheiten. Bier beugt dem Risiko eines Schlaganfalls vor und wirkt durch seine harntreibende Wirkung der Entstehung von Nierensteinen entgegen. Zudem hat es positive Wirkungen für den Schutz vor Diabetes Mellitus.[1][2][3] Diese Ergebnisse wurden u.a. in sehr breit aufgestellten wissenschaftlichen Untersuchungen mit über 22.000[1], 51.000[2] bzw. 47.000[3] untersuchten Probanden ermittelt. Daneben hat Bier eine breite Bandbreite ernährungsphysiologisch wertvoller Inhaltsstoffe wie die Vitamine der B-Gruppe, Mineralstoffe oder wertvolle Bestandteile des Hopfens wie das Isohumulon mit seiner positiven Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und den Fettsäureabbau.[4][5]

Negative Auswirkungen stellen sich erst bei einem dauerhaft übermäßigen Konsum ein. In einer wissenschaftlichen Studie wurden die verschiedenen positiven und negativen Einflussfaktoren des Alkohols auf den menschlichen Organismus bei unterschiedlichen Konsummengen untersucht. Das relative Sterblichkeitsrisiko sinkt bei mäßigem Alkoholkonsum. Bei weiter steigenden täglichen Konsummengen überwiegen negative Effekte. Als Studienergebnis wurde ein Maß für den moderaten Alkoholkonsum ermittelt, sprich die Menge, bei der die Effekte am positivsten sind: bei Männern 30 g Reinalkohol pro Tag, bei Frauen 20-25 g Reinalkohol pro Tag.[6][7] Zur Information: 20 g entsprechen 0,5 l Bier, 30 g sind in 0,75 l Bier (Vollbier wie Helles oder Pils). In Deutschland konsumieren 83,5 % der erwachsenen Bevölkerung weniger als 12 g (Frauen) bzw. 24 g (Männer) Reinalkohol pro Tag und das alles äußerst genussvoll und ohne negative Auswirkungen auf die Gesundheit.[8]


[1] Beger, Ajano, Kase, et al.: Light to moderate alcohol consumption and the risk of stroke among US male physicians, New England Journal of Medicine 341 (1999), Nr. 21, S. 1557-1564
[2] Mukamal et al: Alcohol consumption for Coronary Heart Disease…,Archives of International Medicine 166 (2006) Nr. 19, S. 2145-2150
[3] Conigrave, Hu, Camargo, et al.: A prospective study of drinking patterns in relation to risk of type 2 diabetes among men, Diabetes 50 (2001), Nr. 10, S. 2390-2395
[4] Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Die Nährstoffe: Bausteine des Lebens, Meckenheim 2004
[5] Buchbauer, Jirowetz, et al: Aromatherapy: evidence for sedative effects on the essential oil of lavender after inhalation, Zeitschrift für Naturforschung C46(11-12), 1991, S. 1067-1072
[6] Rimm, Williams, et al.: Moderate alcohol intake and lower risk of coronary heart disease, British Medical Journal 319 (1999), S. 1523-1528
[7] Keil, Chambless et al.: The relation of alcohol intake to coronary heart disease and all-cause mortality in a beer drinking population, Epidemiology 8 („), 1997, S. 150-156
[8] IFT Institut für Therapieforschung, Kurzbericht Epidemiologischer Suchtsurvey 2009, München 2010